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Medizin
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Guten Tag Eine seltene aber schwerwiegende Komplikation unter einer Osteoporose-Therapie mit Denusomab (Prolia) oder einem Bisphosphonat ist eine sogenannte Kieferosteonekrose. Diese tritt meist nach der Ziehung eines Zahn während der Therapie auf. Aus diesem Grund wird im Allgemeinen die Abklärung des Zahnstatus vor Beginn der Therapie empfohlen. Dabei geht es also vor allem darum alle Zähne, die möglicherweise unter der Therapie gezogen werden müssten, zu sanieren. Alle weiteren Eingriffe an den Zähnen sind zunächst sekundär. Die Kosten für die Zahnbehandlungen müssen in der Regel von den Patientinnen selbst getragen werden, insofern keine Zusatzversicherung besteht. Bei Zweifeln an dem tatsächlich notwendigen Umfang der Zahnbehandlung kann es sich deshalb unter Umständen lohnen eine Zweitmeinung bei einem anderen Zahnarzt einzuholen. Aktuell wird der Einsatz und der Umgang mit Osteoporose-Medikamenten wie Denusomab und Bisphosphonaten von jeder ärztlichen Einrichtung unterschiedlich gehandhabt. Grundsätzlich können unter beiden Therapie Kieferosteonekrosen auftreten, ein insgesamt seltenes aber schwerwiegendes Ereignis (1:10.000). Aufgrund des Rebound-Effektes ist bei der Behandlung mit Denusomab darauf zu achten, dass nach Absetzen der Therapie eine Behandlung mit Bisphosphonaten erfolgt unter engmaschiger Überwachung durch einen Spezialisten. Für das Bisphosphonat Zolendronat haben Untersuchungen gezeigt, dass es möglicherweise einen Überlebens-verlängernden Effekt bei Frauen nach Brustkrebs hat. Für den Antikörper Denusomab gibt es dementsprechend aktuell noch keinen Nachweis. Ein Vorteil von Denusomab ist, dass direkt nach Gabe wenig Nebenwirkungen auftreten. Nach Gabe von Bisphosphonaten wie Zolendronat können gelegentlich Grippe-ähnliche Symptome auftreten. Somit muss individuell entschieden werden, welches Medikament zur Osteoporose-Therapie sinnvoller erscheint. Grundsätzlich kann auch nach Diagnose einer Osteoporose bei Start einer antihormonellen Therapie mit einem Aromatasehemmer wie Letrozol zugewartet werden. Allgemeine Massnahmen zur Prävention einer weiteren Abnahme der Knochendichte bestehen aus einer gesunden, Calcium-reichen Ernährung, regelmässiger sportlicher Betätigung und der Einnahme von Vitamin D. Jedoch ist dabei ihr persönliches bereits bestehendes Risiko für einen Knochenbruch zu bedenken sowie die sehr hohe Wahrscheinlichkeit, dass die Knochendichte unter Letrozol weiter absinken wird. Damit bleibt die Wahrscheinlichkeit für eine Empfehlung zur medikamentösen Osteoporose-Therapie zu einem späteren Zeitpunkt weiterhin sehr hoch, zudem ist es sinnvoll schon jetzt einer weiteren Abnahme der Knochendichte vorzubeugen. Im Allgemeinen besteht die Empfehlung zur Einnahme von einer antihormonellen Therapie bei Hormon-abhänigem Brustkrebs über 5 Jahre, in Fällen mit einem hohem Risiko für das erneute Auftreten von Brustkrebs sogar über 10 Jahre. Auch bei unauffälligen Nachsorge-Untersuchungen bleibt diese Empfehlung bestehen. Die Misteltherapie ist eine häufig angewandte komplementärmedizinische Massnahme und in den dazu durchgeführten Untersuchungen konnte gezeigt werden, dass Nebenwirkungen verschiedener Krebsstandardtherapien reduziert werden können. Auch unsere Patientinnen berichten häufig über einen positiven Effekt auf die Lebensqualität während einer Brustkrebs-Therapie. Allerdings konnte die Unbedenklichkeit der Therapie bisher nicht nachgewiesen werden, weshalb es keine offizielle Empfehlung zur Durchführung der Therapie gibt. Freundliche Grüsse Dr. A. Heverhagen
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