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Medizin
Scheidentrockenheit und Letrozol
Guten Tag Scheidentrockenheit und die damit verbundenen Beschwerden wie Brennen, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr und wiederkehrende Scheiden- und Blasenentzündungen sind ein häufiges Symptom bei Frauen in und um die Wechseljahre. Die Ursache liegt in einem Mangel des Hormons Östrogen und einer damit einhergehenden Verminderung der Durchblutung der Scheidenschleimhaut. Unter einer antihormonellen Therapie im Rahmen der Brustkrebstherapie können diese Symptome verstärkt auftreten, insbesondere bei der Einnahme von Aromatasehemmern wie Letrozol. In erster Linie wird bei Frauen nach einer Brustkrebsbehandlung eine spezielle, lokal feuchtigkeitsspendende Behandlung empfohlen (z.B. Deumavan). Diese Salbe kann während des Geschlechtsverkehrs als Gleitmittel verwendet werden. Herkömmliches Gleitgel kann in manchen Fällen zwar kurzfristig helfen, mittelfristig kann es allerdings zu einer zusätzlichen Austrocknung der Schleimhäute kommen. Raucherinnen sollten beachten, dass der Konsum von Zigaretten zu einer Austrocknung der Schleimhäute führt, so dass in solchen Fällen unbedingt ein Rauchstopp angezeigt ist. Für Frauen, bei denen die oben genannten Therapieoptionen nicht ausreichen um die Beschwerden zu verbessern, kann die Anwendung einer lokalen auf die Scheidenschleimhaut begrenzten Hormontherapie mit Östrogenen überlegt werden. Mit dem behandelnden Arzt sollte eine sorgfältigen Abwägung des Nutzens bei hohem Leidensdruck und des individuellen Risikos durch die Brustkrebserkrankung erfolgen. Wichtig ist, dass die Behandlung in ultra-niedriger Dosierung durchgeführt wird. Ich empfehle meinen Patientinnen die Anwendung von Gynoflor. Dabei sollte täglich eine Tablette für 4 Wochen eingeführt werden, anschliessend noch 3 Tabletten pro Woche als Erhaltungstherapie. Eine weitere neuere Methode zur Behandlung von lokalen Beschwerden an der Scheidenschleimhaut ist die vaginale CO2-Lasertherapie. Hierzu gibt es bisher allerdings zu wenig Untersuchungen um eine generelle Empfehlung aussprechen zu können. Freundliche Grüsse Dr. med. Anneke Heverhagen
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